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beide vom 02. Dezember 2011

Volker Henning_Heiter_weiter

Bei Henning geht's "Heiter weiter"

In seinem neuen Gedichtband nimmt der Bad Liebensteiner Schriftsteller Volker Henning wieder die kleinen und größeren menschlichen Schwächen aufs Korn ( Text und Bild: Silvia Rost )

Bad Liebenstein - Seinen an der Wand des Arbeitszimmers aufgereihten Buchtiteln kann Volker Henning nun seinen 10. Band hinzufügen: "Heiter weiter" nannte er sein neues Büchlein mit 124 meist heiteren und satirischen Gedichten.

"Ich möchte Freude und Heiterkeit fördern, Trübsal blasen gibt es bei mir nicht", beschreibt der Autor sein Schaffen. Er nimmt mit seinen Versen die kleinen menschlichen Unzulänglichkeiten auf die Schippe, beschreibt augenzwinkernd manche Missgeschicke des Alltags. Neben den vorwiegend heiteren Reimen hat sich auch Nachdenkliches eingeschlichen, wie "Besuch bei Mutter" oder "Guten Appetit". Mittlerweile stammen aus Hennings Feder über 1200 Verse zu ebenso vielen Themen. Nie soll sich ein Thema doppeln, Henning legt Wert auf saubere Reime und gute Lesbarkeit. Das Versmaß ist immer das gleiche. Der Leser "soll nicht aus dem Rhythmus kommen", ist seit Jahren sein Anspruch, den er konsequent durchhält.

Die Themen liegen für ihn quasi auf der Straße, er gehe mit offenen Augen und Ohren durch die Welt. Überall wo er ins Gespräch mit anderen komme, finde er Geschichten, die er dann in humorvolle Reime fasst. Auch manch eine Meldung in der Tageszeitung kann ihn zu einem neuen Gedicht animieren. Doch von politischen Themen lässt Henning die Finger. Den Menschen an sich und den menschlichen Alltag sieht er als eine viel bessere Quelle für sein Schaffen. Sein großes Vorbild ist der bayrischen Schriftsteller Eugen Roth, dessen Markenzeichen die Gedichte waren, die mit "Ein Mensch..." begannen.

Zu schreiben begann der einstige Berufsschullehrer 1994 aus einer Laune heraus, 1995 erschien sein erstes Buch. Seine intensivste Schaffensphawar von 1995 bis 2000, da erschien in jedem Jahr ein Buch, 1998 sogar zwei in einem Jahr. Obwohl er damals noch im Berufsleben stand - er war von 1972 bis 1991 Berufsschullehrer, dann bis 2009 im Ordnungsamt des Landratsamtes tätig - floss es nur so aus der Feder. "Danach wurde es etwas dünner, es dauerte drei Jahre, bis das nächste Buch fertig war", erzählt Henning. Ein wenig war die Luft raus, doch er wollte und will sich auch heute nicht unter Druck setzen und sich irgend etwas aus den Fingern saugen. Seit der ersten Veröffentlichung arbeitet Henning eng mit dem ebenfalls in Bad Liebenstein wohnenden Karikaturisten Ralf Böhme, alias Rabe, zusammen, der außer den Buchtiteln auch etliche Zeichnungen zum neuen Buch beigetragen hat. "Zu jedem Gedicht, das über zwei Seiten geht, kommt eine Karikatur von Rabe hinzu", erläutert der Verseschmied sein Prinzip der Buchgestaltung.

Mit seinen Werken geht der Schriftsteller regelmäßig auf Lesetouren in der Region. Beliebt sind unter anderem die Leseabende in den Kurkliniken von Stadtlengsfeld bis Bad Liebenstein, wobei er ein wenig bedauert, dass er nicht mehr in der Heinrich-Mann-Klinik lesen kann. "Heiteres wird immer gern gehört, es erhellt das Gemüt, die Leute können mal abschalten und kommen auf andere Gedanken", weiß er aus Erfahrung.

Seit Jahren schon vermarktet Henning seine Bücher selbst. In einen großen Verlag ist der Schriftsteller mit seinen lustigen Versen nie reingekommen, kleine Verlage verlangten stets Vorkasse. So ist der Dichter aktiv geworden und hat nun seinen eigenen Verlag gegründet. "Romuh" heißt dieser und bedeutet nichts anderes als - von rechts nach links gelesen - Humor. Die letzte Silbe von "Romuh" assoziierte eine Kuh, die, gemalt von seiner neunjährigen Enkeltochter Lara, gleich das passende Logo des jungen Verlages wurde.

Sein neues Buch "Heiter weiter" ist nun im Eigenverlag erschienen. Der hat den wesentlichen Vorteil, dass dem neuen und auch den bereits erschienenen Büchern eine ISBN-Nummer zugeteilt werden kann. Somit sind sämtliche Henning-Bücher nun bundesweit in allen Buchhandlungen zum Preis von je 8,95 Euro erhältlich.

( Südthüringer Zeitung, Freies Wort vom 02.12.2011 )