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Der “Hans-Huckebein-Preis” wird alle zwei Jahre von der Stiftung Sparkasse Schaumburg, den Schaumburger Nachrichten sowie der Schaumburger
Landschaft im deutschsprachigen Raum ausgeschrieben ( ehemals “Wilhelm-Busch-Förderpreis” ) .
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Im Jahr 2013 ging der Preis an Volker Henning aus Bad Liebenstein sowie an Dieter Brandl aus Wien. Den Wilhelm-Busch-Preis gewann Franziska Becker für
ihre Arbeiten als beste satirische Cartoonistin.
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Mit diesem Preis wird die humoristische und satirische Versdichtung im Sinne Wilhelm Buschs gewürdigt. Dabei geht es nicht um Stilkopien seiner Arbeiten.
Vielmehr werden mit diesem Preis Autoren ausgezeichnet, die auf eine eigenständige und kreative Weise den dichterischen Ansatz des Wiedensahler Künstlers fortsetzen und um kontemporäre Aspekte erweitern.
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Die Jury meint zu den 3 preisgekrönten Gedichten von Volker Henning ( 1. Die Politkariere; 2. Das Kirmeszelt; 3. Die Buchlesung ):
“Abgeklärt, gelassen und mit dezent-ironischem Unterton studiert Volker Henning die eigenwilligen Verhaltensweisen seiner Artgenossen auf der Suche nach Anerkennung, Sinn und Glück.
Präzise treffen uns seine eher lakonischen, aber dichten Beschreibungen direkt ins mehr oder weniger ausgeprägte Spießerherz und lassen uns die eigenen
mangelhaften Spielräume im gesellschaftlichen Gefüge erschreckend realistisch erkennen. Männerlastige Feierlichkeiten mit Bier und Lederhosen, Lokalpolitiker mit überzogenem Geltungsdrang und ausgesessene Langeweile
mit bildungsbürgerlichem Anspruch sind uns halt ebenso vertraut und fremd wie der Blick auf die Badezimmermatte nach durchzechter Nacht.
Kaum ein Gedicht von Volker Henning wird den comedy-orientierten Schenkelklopfer zu Begeisterungsstürmen hinreißen, doch kluge Leser fühlen sich ertappt,
erheitert und beglückt zugleich. Herzlichen Glückwunsch...!”.
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Die Laudatio:
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Die Laudatio auf die beiden Preisträger hielt das Bückeburger Multitalent Frank Suchland. Suchland studierte Germanistik in Hannover, absolvierte
eine Sprechausbildung und hat als Autor und Herausgeber mehrere Taschenbücher und Hörbücher veröffentlicht. Seine Gedichte und Prosatexte erschienen in zahlreichen Zeitschriften, Unterrichtsmedien und Anthologien
und sind auch immer wieder im Rundfunk zu hören. Als Rezitator ist der Künstler jedes Jahr auf vielen deutschen Kunstbühnen zu erleben ( www.franksuchland.de ).
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Die Moderation der gesamten Abendveranstaltung lag in den Händen von Peter von Sassen. Von Sassen ist ein deutscher Fernsehjournalist und
Fernsehmoderator. Im Jahr 1980 kam er zum NDR nach Hannover. Dort ist er Moderator bei den Sendungen Hallo Niedersachsen und bei Nordseereport. Ebenso gern arbeitet er hinter der Kamera. Als
Redakteur hat Peter von Sassen bereits viele Hundert Filmbeiträge gedreht. Einer der Höhepunkte war sein 45-Minuten-Feature über das Leben von Astrid Lindgren.
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HANS - HUCKEBEIN - PREIS 2015
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Im Jahr 2015 ging der Preis an Robert Kielmann, Volker Henning, Reiner Koch sowie an Arno Meiser. Volker Henning gewann den 2. Preis für sein Gedicht “Betriebsweihnachtsfeier”.
Den Wilhelm-Busch-Preis gewann Hans Traxler für seine Arbeiten als bester satirischer Cartoonist.
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Die Jury meint:
“Betriebsweihnachtsfeiern zählen zu den wunderbaren Gelegenheiten, stimmungsvoll in Zimtduft umwehte Fettnäpfe zu treten, während sich
der Rest der Gesellschaft feixend die Bäuche hält. Doch das Maß an Oberflächlichkeit und Gemeinheit, das Volker Henning in seinem Gedicht formuliert, war zunächst nicht ganz leicht für uns zu verkraften.
Mit beinahe boshafter Freude führt er seine Hauptfigur und seine Leserschaft durch das besinnungslos besinnliche Vergnügen, persifliert, übertreibt und ätzt ohne gänzlich an Glaubwürdigkeit zu verlieren.
Hier hat jemand Wilhelm Busch`s pessimistische Welt- und Menschensicht adaptiert und in beschwingte Verse gekleidet. Herzlichen Glückwunsch...!”.
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HANS - HUCKEBEIN - PREIS 2019
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Volker Henning hatte zum Wettbewerb 2 Gedichte eingereicht ( “Männerschnupfen” und “Mäusehochzeit”
). Beide Gedichte wurden vorgetragen und von der Jury wie folgt beurteilt:
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Männerschnupfen:
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“Trotz eher verdrießlicher Thematik bekam bei der Lektüre von Volker Henninings Gedicht weder einer von uns einen dicken Hals, noch
hatten wir die Nase gestrichen voll. Im Gegenteil. Wir waren begeistert von den luftig, leichten, aber sorgfältigen Versen, vom breitgefächerten Vokabular und den ungekünstelten Reimen. Mit gelassener
Distanz martert der Autor seine Leserinnen und Leser so geschickt mit der Wehleidigkeit des “Eingebildeten Kranken”, dass nicht nur heitere und vielleicht boshafte, sondern auch mitleidige
Empfindungen die Folge sind.
Hypochonder seien vor diesen Versen gewarnt. Zu heftig wird man mit einer Vielzahl von Symptomen konfrontiert, von denen man bis eben noch
gar nichts wusste. Und ein Wermutstropfen bleibt aus: Den Herren der Jury gelang es nur ansatzweise, den Realitätsbezug des Gedichts zu bestätigen.
Herzlichen Glückwunsch!”
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Mäusehochzeit:
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“In feinen, adrett und präzise gebauten Versen und wunderbarer Wortwahl schreibt Volker Henning mit seiner “Mäusehochzeit”
eine Allegorie auf die unbekümmerte Lebensweise unter gefährlichen Umständen, von einem Tanz auf dem Vulkan. Wird in den ersten Strophen noch höflich, artig und beinah spießig ein bürgerliches
Hochzeitsfest zelebriert, so verwandelt sich die Feier bald in ein oppulentes, bacchantisches Gelage. Bis schicksalhaft und hundsgemein der Kater als Gevatter Tod seinen Auftritt hat. Glück und Unglück,
Freud und Leid liegen ganz dicht beieinander, so wie im richtigen Leben.
Dem Autor ist ein wirklich kluges, witziges und anrührendes Gedicht gelungen, das Wilhelm Busch mit seiner melancholischen, humoristischen Weltsicht sicher gefallen hätte.
Herzlichen Glückwunsch!”
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